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SODIS

Was ist SODIS?
SODIS (Abkürzung für Solar Water Disinfection) ist eine kostengünstige, effiziente und sehr einfache Methode zur Behandlung von Wasser. Das Prinzip der Desinfektion durch die Sonne wurde vor 25 Jahren von einem libanesischen Forscher entdeckt. Die Wissenschaftler des Wasserforschungs-Instituts des ETH-Bereichs (Eawag) haben das Prinzip erforscht und schliesslich für den täglichen Gebrauch weiterentwickelt.

SODIS wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen und wurde mit dem «Energy Globe Award 2004» sowie dem «Preis für besondere, humanitäre Leistungen 2006» des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK ausgezeichnet.

Aktuell: August 2009: SODIS auf dem Prüfstand!
Eine Studie des Tropeninstitutes Basel über SODIS hat mit ihren negativen Aussagen für eine beträchtliche Medien-Resonanz gesorgt. Lesen Sie dazu die Stellungnahme der Eawag:
Solare Wasserdesinfektion auf dem Prüfstand

Wie funktioniert SODIS?
Eine PET-Flasche mit verkeimtem Wasser aus einem Fluss, See oder Brunnen wird für sechs Stunden an die Sonne gelegt. Dank UVA-Bestrahlung und Erwärmung werden die gefährlichen Krankheitserreger wie Durchfall-Bakterien und Viren zu 99,99% abgetötet.

Lesen Sie hier Augenzeugenberichte zu SODIS:
Bolivien
Burkina Faso
Kamerun


Was kostet SODIS?
Im Gegensatz zur herkömmlichen Trinkwasseraufbereitung braucht SODIS weder Energie (Brennholz, Öl, Gas) zur Erhitzung des Wassers noch teure Chemikalien. Im Gegenteil: Die Anwendung von SODIS ist kostenlos – abgesehen von der Beschaffung von PET-Flaschen, die nach ca. 1/2 Jahr ersetzt werden müssen, da sie durch den Gebrauch zerkratzt werden und dadurch das Sonnenlicht dämpfen.

Kosten werden einzig durch die Ausbildung der Menschen vor Ort verursacht: Lokale SODIS-Promotoren erklären den Menschen die Zusammenhänge zwischen sauberem Wasser und Gesundheit und zeigen, wie SODIS funktioniert. Des Weiteren werden Kinder an den Schulen ausgebildet. Für die Ausbildung muss entsprechendes Instruktionsmaterial in der Sprache der Familien bereitgestellt werden. Die Spenden werden also mehrheitlich für die Löhne der lokalen Promotoren während der Ausbildung und der anschliessenden Begleitung der Familien verwendet. Die fachliche Begleitung der lokalen Projektpartner übernimmt das Eawag. Im Durchschnitt werden pro ausgebildeter Familie 5 -10 Fr. aufgewendet.

Wie effizient ist SODIS?
Gesundheitsstudien haben gezeigt, dass mit SODIS die Anzahl von Durchfallerkrankungen bis zu 50 Prozent gesenkt wird.

Wo wird SODIS bereits eingesetzt?
SODIS ist bereits in über 24 Ländern in Lateinamerika, Afrika und Südostasien eingeführt und wird von mehr als 2 Mio. Menschen erfolgreich eingesetzt.

Das von den Schweizer und Liechtensteiner Lions am Lions-Tag und zuvor gesammelte Geld wird für Projekte in Afrika und Lateinamerika verwendet. Der SODIS-Ausschuss beurteilt die von der Eawag vorgelegten Projekte und entscheidet über die Freigabe der notwendigen Gelder.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Wer garantiert, dass die Spenden richtig verwendet werden?
Die Lions und die Eawag stellen sicher, dass das gespendete Geld vollumfänglich für die SODIS Verbreitung verwendet wird.
Die Eawag arbeitet vor Ort mit ausgewählten, lokalen Organisationen (NGO) zusammen. Mit diesen NGOs werden Verträge abgeschlossen. In Lateinamerika ist es die Stiftung Fundacion SODIS, die vor Ort die Ausbildung und Betreuung der Menschen mit den NGOs übernimmt. Die Fundacion SODIS in Cochabamba/Bolivien ist das SODIS Kompetenzzentrum in Lateinamerika. In Ost-Afrika ist seit 2009 das SODIS-Referenzentrum in Nairobi in Funktion. Dadurch wird in diesem Teil Afrikas eine bessere Betreuung der SODIS-Projekte vor Ort sichgestellt.

Mehr Information über die SODIS-Methode auf: www.sodis.ch

Spendenstand

Stand Juli 2009

Spenden Multi-Distrikt 102 ohne Lionstag Fr. 344'165
Zuschüsse Lions Clubs International Fondation (LCIF) Fr.93'040
Spenden Lionstag 2007 Fr. 2'172'921
TOTAL Fr. 2'610'126
Eingesetzte Mittel

Stand Dezember 2009:

2004 - 2006:            Fr. 437'205.-  (86 % in Lateinamerika und 14 % in Afrika)

ab Lionstag 2007:  Fr. 2'065'964.-  (37 % in Lateinamerika und 63 % in Afrika)

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