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Die Stiftung des MD 102 soll bekannter werden

Fonds

PDG Marco Barandun, seit Juli 2018 Präsident des «Fonds der Lions-Clubs des Multi-Districts 102» (FLC), will in die Offensive gehen und den Bekanntheitsgrad der Stiftung erhöhen. Wie er das machen will und woher die Mittel dafür kommen, sagt er im folgenden Interview.

Im Jahresbericht 2016/17 steht, der Stiftungsrat wolle die Flut von Gesuchen eindämmen. Gleichzeitig möchtest du den Bekanntheitsgrad der Stiftung erhöhen. Wie passt das zusammen?

Marco Barandun: Wir erhielten viele Gesuche von Dritten, die unserem Stiftungszweck nicht entsprechen. Dadurch entsteht viel unnötige Arbeit. Inzwischen haben wir auf der Website des MD 102 den Link zu unserer Stiftung in den Mitgliederbereich verlegt. Seither hat die Zahl von stiftungsfremden Gesuchen stark abgenommen.

Aber mit der Zahl der Gesuche von Lions Clubs ist der Stiftungsrat nicht zufrieden?

Wir stellen immer wieder fest, dass viele Lions die Stiftung nicht kennen oder nicht daran denken, dass sie ein Gesuch stellen könnten. Das wollen wir ändern. Es gibt viele gute Activities, die wir gerne unterstützen möchten. Deshalb wollen wir nun die Information über unsere Stiftung in alle Clubs tragen.

Wie hoch ist der Betrag, den die Stiftung jährlich vergeben kann?

Jedes Lions-Mitglied des MD 102 zahlt mit seinem Mitgliederbeitrag zehn Franken in die Stiftung. Dadurch fliessen jedes Jahr rund 100000 Franken in die Stiftungskasse. Diesen Betrag möchten wir auch wieder ausschütten.

Auf wie viele Gesuche verteilte sich dieser Betrag in den vergangenen Jahren?

In den Jahren 2015/16 und 2016/17 genehmigten wir 18 beziehungsweise 22 Gesuche. Wegen der Centennial-Aktivitäten vergaben wir im Lions-Jahr 2016/17 mit 172 500 Franken einen höheren Betrag. Letztes Jahr sank die Zahl der bewilligten Gesuche auf 13, für die wir insgesamt 75 500 Franken auszahlten. Wir könnten aber in den nächsten Jahren deutlich mehr Gelder vergeben.

Wie hoch ist das Stiftungsvermögen?

Gemäss Statuten darf das Stiftungsvermögen nicht unter 400 000 Franken fallen. Aktuell beträgt das Stiftungsvermögen jedoch rund 700 000 Franken. Dieses Geld sollten wir nicht horten, sondern sinnvolle Activities unterstützen. Und wir möchten auch weitere Einnahmequellen erschliessen.

Welche?

Viele gemeinnützige Organisationen haben ein grosses Vermögen, aber nicht genügend personelle Ressourcen, um das Geld gemäss dem Stiftungszweck auszugeben. Das ist bei unserer Lions-Stiftung anders. Wir haben mehr als 10 000 Mitglieder, die mithelfen können, das Geld für sinnvolle gemeinnützige Zwecke einzusetzen! Deshalb wollen wir dafür werben, dass Lions, wenn sie privat spenden, dies zugunsten der Stiftung des MD 102 tun können. Kommt hinzu, dass freiwillige Zuwendungen an unsere Stiftung steuerabzugsfähig sind.

Es gibt ja auch eine Stiftung von Lions Clubs International, LCIF. Worin liegt der Unterschied?

Bei LCIF geht es um humanitäre Hilfe, Katastrophenhilfe und die globalen Activity-Schwerpunkte Diabetes, Sehkraft, Hunger, Jugend und Umwelt. Da liegt die Messlatte für schweizerische Bedürfnisse hoch. Unsere Stiftung konzentriert sich primär auf lokale Activities in der Schweiz und in Liechtenstein. Gesuche sind willkommen und werden vom Stiftungsrat gerne geprüft.

Interview: Heidi Mühlemann

Der Stiftungszweck des FLC lautet: «Die Stiftung bezweckt die Wohltätigkeit und die Gemeinnützigkeit, insbesondere auf dem Gebiet der Eidgenossenschaft und des Fürstentums Liechtenstein, und zwar namentlich durch Hilfeleistung zugunsten von in Not oder Bedrängnis geratenen Menschen, Hilfeleistung an ältere, bedürftige sowie kranke Menschen, auch durch Ausbildung und Förderung von Jugendlichen.»

Es werden grundsätzlich nur Projekte von Lions Clubs des Multi-Distrikts 102 unterstützt, und der Club oder die Clubs müssen sich durch Eigenleistungen massgeblich beteiligen. Als Faustregel gilt, dass mindestens die Hälfte der finanziellen Mittel von den Mitgliedern eingebracht werden muss.

Informationen zu FLC gibt es im Mitgliederbereich von www.lionsclubs.ch. Kontaktperson für Gesuche ist Fabian Cantieni (LC Wädenswil).