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Lions Youth Exchange am YCE Camp Périgord Noir bei Bordeaux

Jugend

Mein Name ist Viktor Sigrist, ich bin 18 Jahre alt und wohne in Rheinau in der Schweiz.

Vom 22. Juli bis 12. August durfte ich mit dem Lions Youth Exchange am YCE Camp Périgord Noir bei Bordeaux in Frankreich teilnehmen. Das Austauschprogramm bestand aus zwei Teilen: Zuerst war ich für 10 Tage Gast bei einer Familie und anschliessend verbrachten wir 10 Tage im Camp.

Die Zeit bei meiner Gastfamilie Helfenberger-Arpo in Auriac-du-Périgord war grossartig, selten wurde ich so herzlich aufgenommen. Gemeinsam erkundeten wir das Périgord und unternahmen Ausflüge in kleine Städte in der Umgebung, besuchten lokale Feste und Veranstaltungen. Zum Beispiel nahmen wir an der «Fête de la Transhumance» teil: Bei diesem Fest begleitet man morgens Hirten und ihre Schafherde auf ihrer Wanderung und am Ziel gibt es eine Festwirtschaft mit Hammelfleisch vom Grill. In Terrasson verfolgten wir an einem Abend einen «Bootskampf», bei dem zwei Mannschaften versuchen, den Gegner vom Boot zu stossen. In Montignac besuchten wir das Internationale Tanz- und Musikfestival bei dem Künstler aus der ganzen Welt ihre Talente zur Schau stellen. Und im Dorf Auriac-du-Périgord gingen wir auf den Wochenmarkt, wo viele lokale Spezialitäten angeboten wurden, wie Foie Gras, Rillette de Canard, Omelette oder Entenfleisch vom Grill.

Das Camp hatte dann eine andere Atmosphäre: Unsere internationale Gruppe bestand aus 14 Teilnehmenden und 4 Leitern aus der Region. Ich lernte tolle junge Leute aus der ganzen Welt kennen und schon nach kurzer Zeit hatten wir eine herzliche Stimmung im Camp. Jeden Tag wurde für uns ein spannendes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Die ersten zwei Tage verbrachten wir in der Nähe des Meers, wir badeten am Strand bei Arcachon und besuchten ein Austernmuseum. Am Folgetag erkundeten wir das Städtchen Saint-Emilion mit einem Quiz und wurden durch einen Weinkeller geführt, natürlich inklusive Degustation. Nach einer kurzen Nacht ging es nach Rocamadour, einem Dorf und Wallfahrtsort hängend an einem Kalkfelsen. Dort besuchten wir auch eine Ziegenkäserei, bei welcher man alle Prozesse der Käseherstellung live beobachten konnte. Am nächsten Tag wurde zum International Dinner geladen: Für dieses Nachtessen musste jeder ein traditionelles Gericht aus seinem Heimatland auf den Tisch zaubern. Die Spezialitäten aus aller Welt schmeckten hervorragend wurden von den Gästen gelobt – auch mein Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti war ein voller Erfolg!
Auch Sport kam nicht zu kurz: auf einer lange Kanufahrt auf der Dordogne vorbei an Felsen und Burgen. Am Montag besuchten wir die berühmte Steinzeithöhle Lascaux IV mit ihren Wandmalereien und die «Jardins de l’imaginaire» in Terrasson. Am nächsten Morgen ging es ins historische Städtchen Domme. Nach einer kleinen Rundfahrt, einer Bootstour und Picknick machten wir uns auf nach Sarlat, die Hauptstadt des Périgord. Mit einer Stadtführerin und anschliessend ohne Begleitung erkundeten wir die schöne Stadt bis am Abend. Am zweitletzten Tag war wieder Kochen angesagt, diesmal aber französische Spezialitäten: Von Ratatouille, Entenauflauf bis Schokoladenmousse wurde alles selbst zubereitet und mit grossem Appetit vertilgt. Am Abend war dann die «Gala Night»: Wir haben einstudierte Tänze und Lieder aufgeführt, Paella und Käse auftischt – alle haben sich prächtig amüsiert!

Den letzten Tag verbrachten wir in Terrasson: Dort besuchten wir ein antiken Radio-, Schallplattenspieler- und Fernsehmuseum und verkauften auf dem Markt Kuchen und Bier, um zumindest einen kleinen Teil unseres Aufenthaltes zu finanzieren. Am Nachmittag fuhren wir zum Rathaus von Terrasson und trafen dort den Bürgermeister und andere Verwaltungsmitgliedern.

Den letzten gemeinsamen Abend feierten wir ausgiebig in einem Restaurant mit einem fröhlichen Karaoke-Abend. Dies war auch der krönende Schluss des Camps denn schon am nächsten Tag mussten wir frühmorgens den Heimweg antreten.

Wer offen ist für neues, etwas erleben und in eine andere Kultur eintauchen will wird vom Youth Exchange begeistert sein!

Herzlichen Dank dem Lions Club und allen Helfern und Organisatoren für dieses einmalige Erlebnis!