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Nationale Skigebiete freuen sich auf die Wintersportsaison!

National

Die Winterferiensaison steht bevor. Selbstredend findet diese auch unter den aktuell herrschenden und insbesondere für die Tourismusbranche sehr schwierigen Zeiten statt. Wir haben bei Markus Hostettler (LC Frutigland), Präsident Skiregion Adelboden- Lenk, sowie bei Reto Schläppi (LC Meiringen Brienz), Leiter Wintersport sowie stellvertretender Geschäftsführer Bergbahnen Meiringen-Hasliberg AG, nachgefragt.

MARKUS HOSTETTLER (LC FRUTIGLAND) UND RETO SCHLÄPPI (LC MEIRINGEN BRIENZ)

Die Winterferiensaison steht bevor. Selbstredend findet diese auch unter den aktuell herrschenden und insbesondere für die Tourismusbranche sehr schwierigen Zeiten statt. Wir haben bei Markus Hostettler (LC Frutigland), Präsident Skiregion Adelboden- Lenk, sowie bei Reto Schläppi (LC Meiringen Brienz), Leiter Wintersport sowie stellvertretender Geschäftsführer Bergbahnen Meiringen-Hasliberg AG, nachgefragt.

Tobias Jäger: Die COVID-19-Krise zieht weitere Kreise, und es ist nicht davon auszugehen, dass vor der anstehenden Wintersportsaison mit einer «normalen Welt» gerechnet werden kann. Wie geht eure Tourismusregion mit dieser Herausforderung um?

Markus Hostettler: Die Hotels, Wohnungsbesitzer genauso wie die Bergbahnen bereiten sich seit Wochen auf die kommende Wintersaison vor. Grundsätzlich gibt es zwei Stossrichtungen, nämlich «Wie schützen wir unsere Gäste» und «Wie schützen wir uns selbst» vor einer möglichen Ansteckung. In einer eigens für unsere Unternehmung gegründeten Corona-Taskforce befassen wir uns laufend mit den Eventualitäten, die uns in der Saison 2020/2021 erwarten könnten. Wir setzen alles daran, möglichst reibungslos durch den Winter zu kommen und unseren Gästen einen schönen Aufenthalt in unserer Skiregion zu ermöglichen. So führen wir derzeit für Mitarbeitende der Bergbahnen u. a. eine generelle Maskenpflicht ein. Für unsere Gäste hat die Skiregion Adelboden-Lenk für den kommenden Winter ein Schutzkonzept entwickelt, das sich an die Vorgaben des öffentlichen Verkehrs sowie an die Empfehlungen unserer Branchenorganisation «Seilbahnen Schweiz» hält. Des Weiteren haben unsere Gäste die Möglichkeit, in der Schweiz entwickelte Schlauchmasken zu günstigen Konditionen zu erwerben. Anstehbereiche und stark frequentierte Plätze werden ebenfalls zu Zonen mit Maskenpflicht erklärt und dementsprechend signalisiert. Auf den Pisten wollen wir uns aber das uneingeschränkte Fahrvergnügen erhalten. Zudem gewähren wir in diesem Winter bei jedem Saisonabonnement eine COVID-19-Geld-zurück-Garantie. Im Falle eines erneuten Lockdowns würde das Geld anteilsmässig zurückerstattet.

Reto Schläppi: In der Tourismusregion Meiringen-Hasliberg geht man sehr gut mit den Herausforderungen dieser Krise um. Im Zentrum stehen das Wohl und die Gesundheit der Gäste und Mitarbeitenden. Darum werden alle Vorgaben und Schutzkonzepte 1:1 umgesetzt. Die Angebote der Bergbahnen Meiringen- Hasliberg sind Erlebnisse am Berg und in der freien Natur. Hier können sich die Gäste individuell bewegen und die frische Bergluft bei einer Wanderung oder auf dem Bike geniessen. Dem steht natürlich auch in der besonderen Situation mit COVID-19 nichts im Wege.

Ausländische Gäste werden dieses Jahr höchstwahrscheinlich leider ausbleiben. Können die Schweizer Touristen dieses Ertragsloch füllen, wenn sie den Urlaub in der Schweiz verbringen würden, anstatt ins nahe Ausland zu fahren?

Markus Hostettler: In der Skiregion Adelboden-Lenk machen die Schweizerinnen und Schweizer mit einem Anteil von 70% schon seit je die Mehrheit unserer Kundschaft aus. Ich rechne damit, dass wie schon im Sommer der Schweizer die Ferien vermehrt im Inland verbringen wird, was wir als Chance und Werbeplattform für ein qualitativ gutes Angebot nutzen wollen. Die Frage werde ich dir aber frühestens im Frühjahr beantworten können. Das Wetter und die Schneebedingungen sind sicher genauso grosse Einflussfaktoren auf den Ertrag.

Reto Schläppi: Da mit der Strategie der Region schon von jeher auf den Schweizer Gast gesetzt wurde, haben wir das Glück gehabt, auch in diesem Sommer viele treue Schweizer Gäste begrüssen zu dürfen. Neben den Stammgästen, die schon seit Jahren in die Region kommen, durften wir aber auch viele neue Gäste in Meiringen und am Hasliberg willkommen heissen. Somit konnten wir die fehlenden Gäste aus dem Ausland gut kompensieren.

Warum soll ich insbesondere in diesem Jahr meine Winterferien in der Schweiz verbringen?

Markus Hostettler: Ich denke wirklich, dass diese ausserordentliche Situation auch eine Chance sein kann. Die Chance, zu realisieren, dass man nicht immer bis ans andere Ende der Welt reisen muss, um erholsame Ferien zu geniessen. In der Skiregion Adelboden-Lenk haben wir zwar keinen Sandstrand, aber mit weiss glitzerndem Pulverschnee, Schneesicherheit von Anfang Dezember bis im Frühjahr sowie Sonnenschein und blauem Himmel können wir allemal mithalten. Die Schweiz ist so vielfältig und bietet alles für den perfekten Urlaub. Das sollten wir wieder mehr zu schätzen wissen.


«Zudem gewähren wir in diesem Winter bei jedem Saisonabonnement eine COVID-19-Geldzurück- Garantie.»


Reto Schläppi: Nicht nur in diesem Jahr sollte man Winterferien in der Schweiz machen – eigentlich immer! Die Schweizer Wintersportgebiete bieten einen sehr hohen Standard und tolle Angebote. In diesem Winter lohnt es sich natürlich besonders, Winterferien in der Schweiz zu machen. Man hat gegenüber dem Ausland eine höhere Planungssicherheit. Die Chancen stehen gut, dass man in der Schweiz ohne Einschränkungen Wintersport betreiben kann. Die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg sind bereit und starten im Dezember in die Wintersaison. Wir bieten unseren Gästen über 60 Kilometer bestens präparierte Pisten, 30 Kilometer wunderschöne Winterwanderwege und Schlittelspass für Gross und Klein auf unseren Schlittelwegen. Die verschiedenen gastronomischen Angebote und Sonnenterassen laden zum Verweilen ein. Zudem ist der Hasliberg sehr zentral gelegen und auch für Kurzentschlossene schnell und gut erreichbar. Mein Tipp für diesen Winter: Nach Möglichkeit unter der Woche oder in der Zwischensaison an den Berg kommen und so den Besucherströmen in der Hochsaison ausweichen. So können die Gäste auch in der COVID-19- Krise ungetrübten Winterspass am Hasliberg erleben.

Wagen wir einen Blick in die Zukunft? Glaubt ihr, dass wir ab Sommer 2021 wieder weitgehend normale Tourismusverhältnisse haben werden?

Markus Hostettler: Ich glaube, dass das Virus unser Zusammenleben und unser Verhalten in Zukunft nachhaltig verändern wird. Wie lange es dauert, bis zur «Normalität» zurückgekehrt wird, kann ich nicht sagen. Das Aufstellen von Thesen überlasse ich den Experten. Nun geht es darum, nicht über verpasste Chancen zu jammern, sondern sich über das Mögliche zu freuen und darauf den Fokus zu richten.

Reto Schläppi: Die Tourismusbranche ist immer gefordert, sich an besondere Situationen anzupassen. Sei es aufgrund des Wetters oder anderer aussergewöhnlichen Begebenheiten. Wer Erfolg haben will, muss immer flexibel bleiben und sich den gegebenen Umständen anpassen. Unsere Devise ist es, weiter an der Qualität und Gastfreundschaft am Berg zu arbeiten, um unseren Gästen schöne Erlebnisse in der Region Meiringen-Hasliberg zu bescheren.

Interview: Tobias Jäger