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Affäre Meili – 20 Jahre nach dem Bankendeal

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Patricia Diermeier Reichardt (LC Zentralschweiz) stand damals als BLICK-Chefreporterin mit den Akteuren in persönlichem Kontakt und hat ein Buch geschrieben.

Im August vor 20 Jahren einigten sich die Banken UBS und CS mit Sammelklägern über die Zahlung von 1,25 Milliarden Dollar als Entschädigung für verschollene, sogenannte nachrichtenlose Vermögen von Holocaustopfern. Mitten im Geschehen ein Aargauer Wachmann, der schon zuvor für zahllose Schlagzeilen sorgte: Christoph Meili. Ohne seine Unterschrift wäre der Bankendeal geplatzt. Patricia Diermeier Reichardt (LC Zentralschweiz) stand damals als BLICK-Chefreporterin mit den Akteuren in persönlichem Kontakt. Sie sass im Büro des windigen Sammelklägeranwalts Ed Fagan, war zum 60. Geburtstag des US-Senators Alfonse D’Amato eingeladen und hörte beim Hearing für die Greencard des ersten Schweizer Asylsuchenden im Repräsentantenhaus und der Banken-Gerichtsverhandlung in Brooklyn mit.

Nun ist zusammen mit dem gleichnahmen SRF/ sat3-Film «Affäre Meili – Whistleblower zwischen Mission und Milliarden» eine aktualisierte Überarbeitung der Geschichte erschienen, welche die Schweiz fast genauso gespalten und aufgewühlt hat wie die eigentliche Ursache der Problematik: das Naziregime und der Holocaust. In einer packenden Erzählung wird die Geschichte des Wachmanns aufgerollt – von der Entdeckung der Aktenvernichtung über die Flucht in die USA bis zur Rückkehr in die Schweiz dokumentarisch in die Kommunikations- und Entscheidungspannen der Schweiz eingeordnet («Erpressungs- Rede» von Bundesrat Delamuraz, oberflächliche Untersuchung der Staatsanwaltschaft, mühsame Verteilung der Bankenmilliarden usw.). Und nicht zuletzt wird aufgezeigt, welche der damaligen Akteure den Boden unter den Füssen verloren und heute von Ämtern und Ehren enthoben sind.

Das Buch «Affäre Meili – Whistleblower zwischen Moral und Milliarden» (317 Seiten, Hardcover, Verlag DOCMINE, ISBN 978-3-033-06874-2) kann mit Signatur bei der Autorin bestellt werden (p.diermeier@c2u.ch), für 25.00 statt 29.90 Franken inkl. Zugang zum Videobook (plus Versandspesen).