arrow-down-01arrowscalendarcheck-iconclockclose-iconconnexionemailexcel-iconfacebookforward-iconglobelinkedinmagnifieropen-bookquestion-markshopping-bagtweeterwrite-icon

Jugendcamp Rapperswil- Jona - Das Gruppengefühl war sofort da!

Youth

Mitte Juli trafen 23 Jugendliche aus allen Ecken der Welt an einem sonnigen Samstag in Rapperswil ein, um während zweier Wochen gemeinsam spannende agesprogramme zum Thema Swiss Experience zu erleben.

Für uns Lagerleiter ist das Camp jedes Mal eine Herausforderung, die am Anfang viele Fragen mit sich bringt. Wie verhalten sich die einzelnen Teilnehmer? Können sich alle in die Gruppe integrieren? Haben gewisse Personen schon Sehnsucht nach der Heimat? Deshalb ist es für uns jeweils sehr wichtig, die Gruppe in den ersten zwei Tagen enger zusammenzubringen, wie die Erfahrung gezeigt hat.

Das Schöne an der ganzen Sache war, dass unsere Anstrengungen dieses Jahr gar nicht gebraucht wurden. Die Teilnehmer stürzten sich am Ankunftstag sofort in zahlreiche Gespräche, und nach einer Stunde hatte man das Gefühl, dass sich die Gruppe bereits wochenlang kennen würde. Für diese «Familie» schien nichts ein Problem zu sein, weder das Einhalten der Lagerregeln (sehr zur Freude der Lagerleiter) noch die glühende Hitze, mit der unsere Tagesprogramme teilweise gesegnet wurden. Als wir alle zusammen das erste Mal den Sonnenuntergang am Zürichsee genossen, konnten selbst die letzten Zweifel an der Gruppe beiseitegelegt werden.

Reise durch die Ostschweiz

In den nächsten Tagen reisten wir durch die Ostschweiz und durften zahlreiche spannende Tagesprogramme erleben. Neben einem Besuch in der IWC-Uhrenfabrik und einem Ausflug zum Rheinfall konnten die Jugendlichen in der Chocolaterie Läderach auch ihre eigene Tafel Schokolade gestalten. Die Teilnehmer zeigten sich meistens sehr interessiert und sorgten für zahlreiche Lacher. Die Gesichter beim Melken der Kühe anlässlich des Ausflugs auf einen Biohof waren so unbezahlbar wie die Tatsache, dass es mindestens drei Anläufe brauchte, bis alle Teilnehmer verstanden, dass ein Rettungsring nicht für den Spass im Wasser gebraucht werden darf. Das Tretrollerfahren auf dem Kerenzerberg endete zwar mit vier Stürzen, jedoch kamen alle Verunfallten mit kleineren Blessuren davon, die von Personen ohne ein Medizinstudium behandelt werden konnten. Wir Lagerleiter nannten die Rasselbande liebevoll unsere «Kids». Meistens wurden wir nach der Fahrtdauer gefragt oder mussten mit unseren Smartphones mobile Hotspots generieren, sodass die Verwandten und Bekannten zu Hause mit den neusten Bildern und Nachrichten versorgt werden konnten. Im Grossen und Ganzen fühlten wir uns wie Teilnehmer, nur mit ein wenig mehr Verantwortung. Generell mussten wir sehr selten eingreifen und Autorität ausüben.

Da leider alles Schöne einmal ein Ende hat, mussten die Jugendlichen nach zwei Wochen den Weg nach Hause antreten. Am Abschiedstag flossen zwar ein paar Tränen, jedoch wurden auch zahlreiche Reisepläne für den nächsten Sommer geschmiedet, von denen sicher ein paar in Erfüllung gehen werden.

Aaron Dettwiler